Anmeldung zur Eheschließung

Anmeldung einer Eheschließung (früheres Aufgebot)

Allgemeine Informationen:

Um in Deutschland eine Ehe schließen zu können, muss diese vorher beim Standesamt angemeldet werden (früher: "Bestellung eines Aufgebotes"). Das Standesamt nimmt dabei Unterlagen entgegen, die notwendig sind um zu prüfen, ob die Eheschließenden sowohl nach deutschem als auch nach ihrem jeweiligen Heimatrecht ehefähig sind. Unter Umständen ist auch noch die Vorlage der Unterlagen an andere Behörden notwendig. Sobald danach alle Voraussetzungen erfüllt sind kann ein Eheschließungstermin festgelegt werden.

Die Eheschließung muss beim Standesamt am Wohnsitz eines der Eheschließenden angemeldet werden, auch wenn die Ehe bei einem anderen Standesamt geschlossen werden soll.

Erforderliche Unterlagen:

Sie beide Eheschließenden volljährig, noch nie verheiratet oder verpartnert gewesen, deutsche Staatsangehörige und haben keine Kinder, benötigen Sie:

  • gültige Personalausweise oder Reisepässe;
  • Aufenthaltsbescheinigungen der Meldebehörde des Wohnortes

  • Je eine neu ausgestellte beglaubigte Abschrift des Geburtseintrages vom Geburtsstandesamt mit Hinweisen, wenn Sie in Deutschland geboren sind.

  • Liegt Ihr Geburtsort im Ausland, benötigen Sie eine Geburtsurkunde mit Übersetzung eines vereidigten Dolmetschers oder eine internationale Geburtsurkunde.

Zusätzlich, wenn ein Eheschließender die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung oder Erklärung erworben hat:

Einbürgerungs- bzw. Erwerbsurkunde

Zusätzlich, wenn ein Eheschließender Heimatvertriebener oder Spätaussiedler ist:

  • Registrierschein

  • Vertriebenenausweis/Spätaussiedlerbescheinigung

  • Bescheinigung über Namenserklärung

  • Evtl. Einbürgerungsurkunde

In allen davon abweichenden Fällen, erkundigen Sie sich bitte beim Standesamt.

Fristen:

Die eigentliche Eheanmeldung kann frühestens sechs Monate vor dem gewünschten Eheschließungstermin erfolgen. Bei ausländischen Staatsangehörigen kann diese Frist aber auch kürzer sein, zum Beispiel wenn die vorgelegten Unterlagen eine kürzere Geltungsdauer haben.

Da in einigen Fällen die Besorgung von Urkunden schwierig sein kann oder noch Vorlagen an andere Behörden erfolgen müssen (zum Beispiel zur Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses oder zur Anerkennung einer ausländischen Scheidung bzw. Überprüfung ausländischer Urkunden) ist die frühzeitige Vorsprache bzw. Nachfrage unerlässlich.

 

Gebühren (Auszug):

Prüfung der Ehefähigkeit
beide Eheschließenden deutsche Staatsangehörige
Grundgebühr: 40 Euro

Prüfung der Ehefähigkeit
bei Beachtung ausländischen Rechts
Grundgebühr: 70 bis 90 Euro

Urkunden ab 10 Euro

Eheschließungen außerhalb der üblichen Öffnungszeiten 70 bis 90 Euro

Stammbücher: 13 bis 30 Euro

Aufgaben: